Sonntag, 25.02.2024 15:54 Uhr

Verbot von Inlandsflügen in Österreich kontraproduktiv

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 04.11.2023, 19:56 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4937x gelesen

Wien [ENA] Anscheinend will man den Verkehr in Österreich endgültig chaotisieren. Unter dem Motto Klimawandel, wird wirklich an allen Schrauben des öffentlichen Verkehrs gedreht, mit oft äußerst nachteiligen Folgen. Schon jetzt ist die Bahn oft derart überlastet, dass es regelmäßig zu Verspätungen und Ausfällen kommt. Uneinlösbare Ideologien sind Gift für so empfindliche und störungsanfällige Systeme wie die des Massenverkehr.

Bei einer Pressekonferenz in Wien hat die WKÖ Luftfahrt eine Evaluierungsstudie von Höffinger Solutions zum Verbot von Inlandsflügen präsentiert, die zu der Erkenntnis gekommen ist, dass es durch das Flugverbot mehr Autoverkehr statt CO2- Reduktion gibt. Pressesprecher Alexander Klaus vom Flughafen Salzburg sieht 90% der 120.000 Passagiere, die pro Jahr die Flugstrecke Salzburg-Wien nutzten um weiterzufliegen, jetzt entweder mit dem Auto Richtung Flughafen München fahren oder sie erreichen über andere Drehkreuze im Ausland wie Frankfurt, Düsseldorf, Dubai oder Amsterdam das gewünschte Ziel. Damit hat das Drehkreuz Wien an Bedeutung verloren. Das ist umso bedauerlicher, weil die Flugverbindung von Salzburg nach Wien 60 Jahre bestand.

Das Flugverbot ist somit auch eine nachhaltige Schädigung des Wirtschaftsstandortes. Auch Wolfgang Grimus, Geschäftsführer des Flughafen Graz, befürchtet ähnliche Auswirkungen für seinen Flughafen, sobald Flüge nach Wien verboten werden und Peter Malanik, Geschäftsführer der Aviationindustry Austria betont, dass dadurch nicht weniger geflogen wird, sondern Geschäftsreisende werden nur vermehrt ausländische Drehkreuze benützen, was oft einen Umweg bedeutet. Für WKÖ-Luftfahrtobmann Günther Ofner ist es eher entscheidend, dass der rasche Einsatz von CO2-neutralen alternativen Flugzeugtreibstoffen verfügbar ist. Bis dahin werden die erwarteten Effekte für den Klimaschutz nicht eintreten, fasst Stefan Höffinger abschließend zusammen.

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