Sonntag, 26.05.2024 22:50 Uhr

Österreichischer Verein "Leben mit Krebs"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 26.09.2023, 14:35 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 7809x gelesen

Wien [ENA] Der österreichische Verein "Leben mit Krebs" hat in Wien zu einer Pressekonferenz eingeladen, um auf das große Spektrum frauenspezifischer Krebserkrankung hinzuweisen. Erfreulich ist, dass Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs in der Zwischenzeit gut behandelbar sind und gute Heilungsraten und eine Verbesserung der Lebensqualität damit möglich ist, meint Prof. Dr. Gabriela Kornek, Präsidentin des Vereins.

Brustkrebs ist heute die häufigste Tumorerkrankung weltweit und hat dennoch in den letzten Jahrzehnten einiges von seinem Schrecken verloren, führt Prof.Dr. Rupert Bartsch, Programmdirektor für Brustkrebs an der Medizinischen Universität Wien und dem AKH aus. Dank Screenings und Aufklärung werden heute 95 Prozent aller Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert und können "dank individuell maßgeschneiderter Behandlungskonzepte dauerhaft gesund bleiben". Leider gibt es auch Einzelschicksale, wo es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Rückfall mit Metastasen kommen kann. Auch das Spektrum potentieller Nebenwirkungen von Chemotherapie, Antihormontherapie, PARP-Inhibitoren oderAnti-HER2-Therapie ist nicht zu unterschätzen.

Prof. Dr. Elmar Armin Joura, Leiter der Ambulanz für Cervix-und Vulvapathologie der Medizinischen Universität Wien/AKH spricht pro Jahr von 400 Fällen von Gebärmutterhalskrebs und 300 anderen HPV-assozierten Tumoren wie Anal- oder Rachenkarzinomen, die auch teilweise Männer betreffen können. Auslöser dafür ist das Humane Papilloma-Virus (HPV). Das Infektionsrisiko korreliert mit der Anzahl der Sexualpartner unabhängig von der Sexualpraxis und dem Geschlecht. Seit 1. Februar 2023 ist in Österreich die HPV-Impfung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene kostenlos erhältlich und bietet nach heutigem Wissensstand einen lebenslangen Schutz. Die positiven Auswirkungen einer hohen Durchimpfungsrate zeigen zum Beispiel Länder wie Schweden.

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