Montag, 10.05.2021 05:59 Uhr

"Kampf um die Gehsteige in Wien"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 12.03.2021, 11:13 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3776x gelesen

Wien [ENA] Seit Jahren werden die Gehsteige in Österreich, besonders aber in Wien, zunehmend für Fußgänger*innen nicht nur gefährlicher, sondern fast unbenützbar. Seit Jahren wird auf diese Missstände hingewiesen und seit Jahren macht weder die Stadtverwaltung noch die Polizei Anstalten diese Fehlentwicklung zu unterbinden. Ganz im Gegenteil, die Gehsteige werden immer dreister von verschiedensten Interessensgruppen vereinnahmt

Und die werden immer mehr. Vor gar nicht langer Zeit, wurden nicht nur Straßen, sondern auch viele Gehsteige für Radfahrer teilweise freigegeben, mit verheerenden Folgen. Aber das ist noch nicht alles, denn Schanigärten, Geschäftsdekorationen oder Rauchertische lassen kaum noch Platz zum Gehen. Riesige Lastenräder für Zustelldienste werden auf den engen Gehwegen geparkt und gestresste Radboten sausen mit halsbrecherischen Manövern herum. Und was macht die Polizei? Die freut es, denn jetzt kann sie alle Verkehrsteilnehmer nach Lust und Laune strafen. Und das tut sie auch, besonders die nichtigen Verwaltungsübertretungen, die aber durchaus viel Geld einbringen, straft sie mit Vorliebe.

So hat sie, laut einem Zeitungsbericht zufolge, einen jungen Burschen, der in der engen Singerstraße in der Wiener City, auf die leere Straße ausweichte, angezeigt und für dieses Vergehen wurde er zu 76 Euro Strafe oder einen Tag Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt. Und das zu einer Zeit, wo das fragwürdige Konzept der "Begegnungszonen", also das gänzliche Abschaffen von Gehsteigen, von den Verkehrsplanern propagiert wird. Langsam zeigt sich das wahre Gesicht der Politik und der Polizei, die willkürlich und schikanös jederzeit bereit sind, gerade jetzt, während der undurchsichtigen Coronagesetzgebungen, ihre Macht zu missbrauchen. Wir müssen uns fragen, ob solche und ähnliche Strafen für Bagatelldelikte nicht grober Amtsmissbrauch sind.

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