Gemeinnütziger Wohnbau als wirtschaftlicher Motor
Wien [ENA] Wie zu erwarten zeigt die Studie, die die niederösterreichische gemeinnützige Wohnbauvereinigung (GBV) in Auftrag gegeben und bei einer Pressekonferenz in Wien im März 2026 vorgestellt hat, dass Investitionen zu positiven volkswirtschaftlichen Effekten, regionaler Wertschöpfung, Beschäftigung sowie zur Stabilisierung der Bauwirtschaft durchaus überproportional beigetragen hat.
Das ist auch kein Wunder, denn immerhin schaffen die Investitionen der GBV jährlich fast 4000 Beschäftigungsverhältnisse in Niederösterreich und tragen laut der Studie "Gemeinnütziger Wohnbau in Niederösterreich: Ökonomische Effekte und Ökonomischen Wirkungen unterschiedlicher Ansätze für leistbares Wohnen" dazu bei, die konjunkturellen Schwankungen in der Bauwirtschaft abzufedern. Zwar ist "leistbares" Wohnen ein relativer Begriff, aber die 182 Gemeinnützigen Bauvereinigungen als private Unternehmen stellen immerhin Wohnungen für breite Kreise der Bevölkerung zur Verfügung, angeblich nicht gewinnmaximiert, sondern in gemeinwohlorientierter Weise, genauestens geregelt nach dem Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz.
Der Verwaltungsbestand der GBVs hat sich von etwa 45.000 Wohnungen nach dem Ende des 2. Weltkriegs auf heute rund 700.000 Miet- und 300.000 Eigentumswohnungen immense vergrößert. Jährlich werden weiterhin mehr als 15.000 Wohnungen fertiggestellt, die auch noch durch Wohnbauförderungsmittel unterstützt werden. Damit ist die GBV eine unerhörte Erfolgsgeschichte, die bis zur Genossenschaftsbewegung im 19.Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, die mit ihrem Versuch der gemeinschaftlichen Selbstorganisation, angeblich abseits von marktwirtschaftlichen Gewinnstreben, ganz neue Wege gehen wollte und damit ein sehr fundiertes und erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt hat, dass noch immer für Österreichs Wohnungsmarkt prägend ist.




















































