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Matta "Psychologische Morphologien" im B.A. Kunstforum

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 23.02.2024, 21:42 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4390x gelesen

Wien [ENA] Der chilenische Architekt und Maler Roberto Matta (1911-2002), dessen großformatigen, surrealistischen Gemälde vom 24.2. bis 2.6. 2024 im Bank Austria Kunstforum ausgestellt sind, entführt in eine Welt der "psychologischen Morphologien" in der intuitives Zeichnen und Malen surrealistische Assoziationen entstehen lassen, die traumhaft verschlüsselt, geheimnisvoll, außerirdische Mondlandschaften entstehen lassen.

Maschinenartige Bildinhalte mit verträumten, innigen Farben im manchmal architektonischen Design, sind von einem gewissen Zauber des Unberührbaren und Verborgenen geprägt. Dabei war Roberto Matta durchaus politisch und Teil einer Bewegung, die sich im Namen des Surrealismus im Dienst der Revolution verstand, die gegen eine Vereinnahmung der Kunst durch Tradition oder Nationalismen oder der Begrenzung künstlerischer Freiheit und ihrem internationalen Anspruch, auftrat. So malte Matta Werke, die unter dem Eindruck des als ungerecht empfundenen Prozess gegen Ethel und Julius Rosenberg entstanden oder Werke in denen Folter im Algerienkrieg, die auch von Picassos "Guernica" inspiriert waren, thematisiert wurden.

In Spanien begegnete Roberto Matta Salvatore Dali, der ihn auf den französischen Schriftsteller André Breton aufmerksam machte, dem wichtigsten Theoretiker des Surrealismus. Es war eine eigenartige Zeit, in der Breton 1924 das "Manifest des Surrealismus" verfasste, in dem Psychoanalyse und Marxismus eine Leidenschaft für die Tiefen des Unbewussten, das nun revolutionär an der Oberfläche auch in der Bildenden Kunst Ausdruck finden sollte, entwickelten, eine Leidenschaft, die einmal mehr die Welt auf den Kopf stellte.

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