Sonntag, 25.02.2024 15:02 Uhr

Grafenegg Saison 2024 mit dem "Tagebuch der Anne Frank"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 03.11.2023, 15:44 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6340x gelesen

Wien [ENA] Der letzte Tag des Grafenegg Sommer Festival 2024 stellt einen besonderen Höhepunkt dar, denn bei der Matinee kommt Michael Tilson Thomas' "Aus dem Tagebuch der Anne Frank" zum ersten Mal in deutscher Sprache zur Aufführung- mit Ruth Brauer-Kvam als Sprecherin. Überhaupt steht das Festival unter dem Motto "Zeitgeist", dadurch auch mit besonderer Betonung von Arnold Schönberg anlässlich seines 150.Geburtstags.

Denn am 16. August 2024 leitet Yutaka Sado zum letzten Mal als Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters NÖ die Festival-Eröffnung. Im Programm ist auch Schönbergs spätromantische symphonische Dichtung "Pelleas und Melisande". Die Musikwissenschaftlerin Irene Suchy hat in der Programmschrift einmal mehr auf den "vielschichtigen Klang des Exils" hingewiesen, der am Zentrum für verfolgte Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Forschungsgegenstand ist und die intensive Beschäftigung mit der Musik Vertriebener beinhaltet. Denn es waren unermesslich viele, darunter viele Kunstschaffende, die sich aus dem Deutschen Reich retteten, schreibt Suchy und beschwört dabei eine gespenstische Analogie in Zeiten von Krieg und Terror.

In der inspirierenden Umgebung Grafeneggs liegt der Fokus schon lange darauf Moderne und Tradition zu verknüpfen wie der moderne Wolkenturm neben dem historischen Schloss zeigt. "Zeitgeist soll nie ein abschließendes Kapitel schreiben, sondern sich stetig weiterentwickeln", betont der Geschäftsführer Philipp Stein. Die Sommersaison 2024 findet von 20. Juni bis 8. September unter der bewährten künstlerischen Leitung von Rudolf Buchbinder statt, der auch am ersten Festival-Sonntag als Pianist mit Chopins Konzert für Klavier und Orchester Nr.1 zu erleben ist. Composer in Residence ist Enno Poppe, der das Festival-Programm als Komponist und Lehrender mitgestaltet und die österreichische Erstaufführung seines Orchesterwerks "Strom" dirigiert.

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