Brigitte Bardot als Symbol der Freiheit
Wien [ENA] Dass die berühmte französische Schauspielerin und Tierschutz Aktivistin Brigitte Bardot, die am 28. Dezember 2025 im 91. Lebensjahr verstorben ist, auch 1968 Modell für die französische "Marianne" wurde, macht diese Künstlerin noch symbolträchtiger und katapultiert sie fast in den Olymp weiblicher Gottheiten, die aus dem kollektiven Bewusstsein der Franzosen, besonders nach der französischen Revolution, entstanden.
Immerhin ziert die Büste der Marianne fast alle französischen Rathäuser und BB wurde als Zeichen der Anerkennung ihrer Verdienste um Frankreich als erste Schauspielerin 1968 gewählt, später folgten noch mehrere Modelle der Marianne Skulptur wie Catherine Deneuve oder Michèle Morgan. Traditionell trägt Marianne auf Gemälden oder als Skulptur eine Phrygische Mütze und wird mit entblößten Brüsten dargestellt wie in dem herrlichen Gemälde "Freiheit" von Eugène Delacroix. In den 1960er Jahren, nach dem Schrecken des Zweiten Weltkrieges, hatte Freiheit eine ganz andere Bedeutung. Der Faschismus war mehr oder weniger besiegt und die Aufbruchstimmung entlud sich auch in einer Entfesselung der weiblichen Sexualität mit Hilfe der Filmindustrie.
Filme wie "Und immer lockt das Weib", "Die Verachtung" oder "Viva Maria" haben mit der zur natürlichen, sinnlichen Schönheit gestylten BB mit ihrer herrlichen blonden Mähne einen neuen Frauentyp geprägt, der zum Symbol für ein ganz neues Frauenbild und zur "Lokomotive des Feminismus" wurde wie die Philosophin Simone de Beauvoir schrieb. Nach vier Ehen, Filmen und einem Jetset Leben, zog sich BB zurück und widmete sich mit ihrer 1986 gegründeten Stiftung dem Tierschutz. Vielleicht ist das kein Zufall, denn als sie sich der Natur zuwandte spannte sie den Bogen zurück in die Anfänge der menschlichen Kultur, in der die Frau immer die "göttliche" Gebärerin war. "Ich habe viel und leidenschaftlich geliebt. Das liegt in meiner Natur", sagte sie.




















































