Donnerstag, 02.02.2023 12:57 Uhr

Neujahrs-Pressekonferenz des österreichischen Handels

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 20.01.2023, 17:37 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 2257x gelesen

Wien [ENA] Der Handelsverband Österreich ist im Januar 2023 mit seiner Neujahrs - Pressekonferenz in Wien an die Öffentlichkeit getreten. Geschäftsführer*innen vom Dorotheum, MediaMarkt, Kastner&Öhler, Fussl Modestrasse und dem Handelsverband waren anwesend. Der HV ist seit 1921 freie Interessenvertretung für mehr als 4.000 Mitglieder, außerdem sind zahlreiche Unternehmen als Partner assoziiert.

Nach den Pandemie-Jahren haben extrem hohe Energiekosten, eine zweistellige Inflationsrate und ein Arbeitskräftemangel den Handel schwer belastet, denn nominelle Zuwächse wurden von der Teuerung aufgezehrt. Kein Wunder also, dass der Handel im Branchenvergleich am stärksten von Insolvenzen betroffen ist. Pro Tag gab es im Vorjahr im Schnitt 13 Pleiten. Das hat auch damit zu tun, daß viele kleine Händler, aber auch große Traditionsunternehmen auf den Krisenkosten sitzenbleiben führte HV Geschäftsführer Rainer Will aus und urgiert die Bundesregierung eine Entlastungsoffensive für den heimischen Handel umzusetzen in einer herausfordernden Zeit, in der 35% der Betriebe 2022 mit einem Verlust und nur 32% mit einem Gewinn abgeschlossen haben.

Dringenden Verbesserungsbedarf orten die heimischen Händler bei der Auszahlung der Corona-Entschädigungen denn bürokratische Hürden führen zu Verzögerungen beim Verlustersatz. Ausserdem möchte der Handel für Energie-Mehrkosten, ähnlich wie die Industrie, entschädigt werden denn aktuellen Erhebungen zufolge haben nur 6% aller Händler Anspruch auf den Energiekostenzuschuss 1. Gleichzeitig muss der Einzelhandel laut einer Studie mit Energie-Mehrkosten von 486 Millionen Euro rechnen. Das hat auch die Kapitalstruktur weiter verschlechtert, denn die hohen Fixkosten drücken auf das Eigenkapital und die Liquidität. Ohne Eigenkapital gibt es aber keine Krisenfestigkeit, deshalb wäre auch eine steuerliche Reform der Mietvertragsgebühr vorteilhaft.

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