Donnerstag, 19.09.2019 23:30 Uhr

Scientist4Future und der Klimaschutz

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 21.06.2019, 08:56 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6022x gelesen

Wien [ENA] Bei einer Pressekonferenz in Wien 2019 gab es eine gemeinsame Stellungnahme von Wissenschaftler*innen zu den Protesten vieler Jugendlicher für mehr Klimaschutz, die als berechtigt angesehen wurden. Wie eine Bombe schlagen plötzlich fundamentale Forderungen wie Klima-, Arten-,Wald-,Meeres-und Bodenschutz in den gesellschaftlichen Diskurs ein, auch wenn sie bei weitem nationale politische Kapazitäten überschreiten.

Das ist gelinde gesagt beunruhigend und auch nicht ganz ungefährlich. Denn die Förderungen sind vehement. Ausgehend vom Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 verpflichten sich die Staaten die globale Erwärmung deutlich unter 2°C zu halten. Dieses Abkommen soll die Grundlage für den massiven Umbau der europäischen Gesellschaften in den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft, Ressourcennutzung oder Mobilität sein. Jetzt ist schon klar, dass das nicht so schnell geht und Deutschland und Österreich werden ihre Kimaschutzziele für 2020 verfehlen. Wir stehen eigentlich vor einer "Revolution", denn viele junge Menschen fordern, dass wir unsere Ernährungs-, Mobilitäts-und Konsummuster grundlegend verändern und bedingungslos nachhaltig leben.

Aber Revolutionen sind gefährlich, denn sie können einen Kollaps bestehender Strukturen bewirken und können keine Garantie geben, dass nach dem "Chaos" die Klimaschutz Ziele "brav" eingehalten werden. Nichtsdestotrotz sind sich im Moment Wissenschaft und Politik einig, Klimaschutz zu ihrer Sache zu machen. Auch das österreichische Klimaforschungsnetzwerk CCCA hat eine Stellungnahme zum Entwurf der Klima- und Energiestrategie abgegeben. Sie verlangen von der Bundesregierung die Verantwortung für einen konsequenten Dekarbonisierungspfad bis 2050 und die stärkere Verankerung der Themen Klimaschutz in der Bildungskette. Das ist natürlich alles heftig und vielleicht könnten wir ja das "klimaböse" Österreich abreißen und klimafit neu aufbauen.

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