Mittwoch, 28.10.2020 21:06 Uhr

Philipp Riederle "Wer wir sind und was wir wollen"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 15.09.2020, 06:42 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4679x gelesen

Wien [ENA] Philipp Riederle hat ein Buch geschrieben, "Wer wir sind und was wir wollen". Darin versucht ein "Digital Native", wie er sich selbst nennt, seine Generation zu erklären. Sind die Digital Natives wirklich eine eigene Generation, die die Welt ganz anders sehen und erleben als die davor? Um tiefgründig zu sein ist das Buch zu flott, zu selbstbewusst und zu sehr von der Kurzlebigkeit der Medien inspiriert,

Doch es ist auch eine Welt in der er lebt, sie teilweise durchschaut, aber der er auch verfallen ist. Immerhin ist er ein Star der Internetszene und Deutschlands jüngster Unternehmensberater. Sein erfolgreicher Podcast "Mein iPhone und Ich" hat ihn berühmt gemacht. Auf Medienkongressen und bei großen Unternehmen hält er als Keynote-Speaker Vorträge über die Lebenswelt der Internetgeneration. Geboren wurde er 1994 in Deutschland und ist somit so alt wie das Internet. Digital Natives sehen die Welt anders, meint er. "Sie schauen nicht mehr fern" und sie werden durch das Internet schneller erwachsen. "Wir sind im Internet unterwegs dort, wo durch schonungsloses Offenbaren die letzten Geheimnisse der Kindheit aufgelöst werden" schreibt er.

Der Webebranche ruft Riederle zu, "start making sense!" und er glaubt, "die Ära des klassischen Marketings ist vorbei". Dass sich die Schule verändern muss, davon ist er überzeugt. Die Lust am Lernen hat für ihn Priorität und Laptops in der Klasse werden bald Bücher ersetzen, prophezeit er. Aufhorchen lässt auch seine Frage, "Sind Lehrer im digitalen Zeitalter überflüssig?" Hat er in der Schule zuviel Zeit verplempert? Aber er sieht auch die Arbeitswelt im Wandel. Nicht nur die Schule, sondern auch die Arbeitswelt soll Spass machen. Träumt Riederle vom Paradies fragt man sich oft, wenn man sein Buch liest. Auf alle Fälle träumt er von einer technisch-rationalen, basisdemokratischen Welt und vom "ewigen Frieden" durchaus im Sinne von Kant

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