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Kronprinz Rudolfs "Reiseberichte"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 24.07.2020, 10:25 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4315x gelesen

Wien [ENA] Wie ein außerordentlich schönes, farbenfrohes Gemälde "malt" Kronprinz Rudolf von Österreich Szenen aus seiner Ägypten-und Palästinareise, die träumen lassen von einer Welt des Orients, der 1881 noch geheimnisvoll war, aber in der Zwischenzeit für viele Touristen begehrtes Reiseziel geworden ist. Viel hat sich verändert seit damals und wie überall auf der Welt prägen heute eher Autokolonnen große Städte wie Kairo.

Mit der "Miramar" segelt Kronprinz Rudolf gemeinsam mit einer ausgesuchten Delegation in Alexandrien ein und das im phantasievollen orientalischen Stil erbaute königliche Schloss Mustapha-Pascha taucht wie eine Fata Morgana aus dem Meer auf. Eine wunderbare Einstimmung für eine außergewöhnliche Reise, die für den Kronprinzen sicherlich auch politisch, wissenschaftlich und kulturell höchst interessant war. Unwahrscheinlich lebendig beschreibt er seine Eindrücke von Kairos Straßen. "Alle möglichen orientalischen Völker der verschiedensten Hautfarbe, Männer mit Turban, Soldaten, Beduinen, Israeliten in alttestamentarischen Kostümen, Türken, Kleinasiaten, Griechen, Miriditen, Levantiner, Armenier oder Bauernfrauen mit Säuglingen an der Brust.

Wohlhabende Frauen zu Esel von ihren Eunuchen gefolgt und gehütet, Reiter zu Kamel, Maultiere mit Waren beladen, dunkle Nubier, feierliche Derwische prägen das Stadtbild. Dazu betäubender Lärm. Das Brausen der Volksmenge mischt sich mit dem Jammern der Bettler, dem Gekreisch der Geschäftsleute, dem Gebrüll der Kamele, dem Gekläff der Hunde und den warnenden Rufen der Eseltreiber" Von Kairo geht es weite. Er besucht Oasen, Museen oder die berühmte Moschee Gåma-el-Azhar. In Bethlehem fallen ihm die vielen schönen Frauen auf. "Es sind die edelsten Muttergottes-Typen und herrliche Frauengestalten, wie man sie sich nur im Neuen Testament vorstellen kann, schwärmt er. In den Wüsten und Gebirgen sieht er alte, mächtige Stammesväter umherziehen.

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