Freitag, 15.11.2019 14:52 Uhr

Hase, Rebhuhn & Fasan stark rückläufig

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 14.10.2019, 20:28 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3663x gelesen

Wien [ENA] Heute ersetzt ein großer Mähdrescher die Arbeit von zehntausenden Landwirten. Das hat seinen Preis, denn die Giganten der Forst-und Landwirtschaft mähen alles nieder, ebnen alles ein und machen aus jeder Naturlandschaft eine sogenannte Kulturlandschaft. Wildtiere wie Hase, Rebhuhn oder Fasan, die auf Sträucher, Hecken oder hohes Gras angewiesen sind, verlieren zunehmend ihren Lebensraum.

Darauf und auf andere Probleme hat im Oktober 2019 bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Niederwildgipfels am Campus Krems der NÖ Jagdverband und der Weltbiodiversitätsrat hingewiesen. Die Niederwildbesätze sind in Europa seit Jahrzehnten stark rückläufig. Allein in den letzten zehn Jahren gingen die niederösterreichischen Strecken beim Feldhasen um 62 Prozent und beim Fasan um 75 Prozent zurück, während das Rebhuhn schon lange ein niedriges Besatzniveau aufweist. Josef Pröll, Landesjägermeister von Niederösterreich, sieht die niedrigen Niederwildbesätze als ein gesamteuropäisches Problem, dass einer europäischen Lösung bedarf. Aber kann eine europäische Lösung die "Logik" der Landwirtschaftsmaschinen beeinflussen?

Die frühe und oftmalige Mahd kostet vielen Rehkitze und anderen Wildtieren, die im hohen Gras Deckung suchen, das Leben. Aber der Landwirt muss dann mähen, wenn er eine Maschine zur Verfügung und wenn er Zeit hat. Er oder sie lässt vielleicht Hecken und Sträucher nicht zu groß werden, damit er sie noch mit seinen Maschinen bearbeiten kann. Für anstrengende Handarbeit ist oft keine Zeit oder keine Hilfe zur Verfügung. Das sind oft übermächtige Sachzwänge. Der Jagdverband bietet eine Lösung an. Für Landwirte muss es sich lohnen, Biodiversität Maßnahmen zu setzen. Dafür bedarf es einen Fördertopf. Niederwild erhält man nicht zum Nulltarif, meint Pröll.

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