Freitag, 20.05.2022 13:07 Uhr

Gedanken zur Kosten-Nutzen-Rechnung der Pandemie

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 08.01.2022, 17:24 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6150x gelesen

Wien [ENA] Bei der Kosten-Nutzen-Rechnung der sogenannten Corona Pandemiebekämpfung wird sich die österreichische Regierung, neben einer Klageflut aus vielen Teilen der Gesellschaft, auch über die nachteiligen Auswirkungen der rigorosen und oft unverständlichen Maßnahmen auf Kinder und Jugendliche verantworten müssen. Und die sind auch beträchtlich. Die Kinder-und Jugendpsychiatrie schlägt Alarm.

Die Suizidversuche bei Jugendlichen haben sich seit Beginn der Pandemie verdoppelt. Isolation, monatelanges Distance Learning oder keine Treffen mit Freunden, führen bei vielen zu Verzweiflung, Depressionen und einer Sinnkrise, die das Vertrauen auf die Zukunft untergraben hat. Auch der Berufsverband der österreichischen Fachärzte Orthopädie hat bei einer Pressekonferenz am 15. November 2021 in Wien darauf aufmerksam gemacht, dass in den Ordinationen ein Anstieg von Patientent*innen, darunter auch viele Jugendliche, bei denen ein schmerzhafter Handynacken, Rückenschmerzen, Gewichtszunahme, Abnahme der Koordinationsfähigkeit und allgemeiner Bewegungsmangel zu verzeichnen sind.

Kinder und Jugendliche verbringen noch mehr Zeit vor dem Fernseher, Computer oder am Smartphone und lungern in einer ungesunden Sitzhaltung im Home-Schooling viel zu lange am Sofa herum. Der Schulweg, Sport und Freizeitgestaltung fallen weg und berauben viele Kindern und Jugendlichen ihrer Vitalität. Es stellt sich die Frage, ob diese und andere enormen Kosten der österreichischen Pandemiebekämpfung den Nutzen, nämlich den so oft zitierten Schutz der Intensivbetten in den Spitälern, wirklich wert ist. Aber darüber wird die geschichtliche Aufarbeitung der ganzen Pandemiezeit richten und es sieht fast so aus, als gäbe es für die Verantwortlichen einiges an Blamagen und Skandalen zu befürchten.

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