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Gedanken zu Robert Jungk

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 12.11.2020, 20:31 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4446x gelesen
Othmar Peter Hartmann
Othmar Peter Hartmann   Bild: Schura Euller Cook

Wien [ENA] Robert Jungk hat 1973 sein Buch "Der Jahrtausendmensch" publiziert. Es war bei weitem nicht seine einzige Publikation, die dieser äußerst produktive Wissenschaftspublizist veröffentlicht hat. Er gibt uns einen guten Einblick in das Denken der "wilden" 60er Jahre, wo "lustvoll" experimentiert wurde.

Mit neuen Ideen für gesellschaftliche Veränderungen ließ Jungk aufhorchen und Prozesse der kreativen Entscheidungsfindung, Zukunftsentwürfe, Bürgerbeteiligungsverfahren oder Problemlösungsseminare versprachen eine neue Gesellschaftsdynamik. Fast atemlos bewegt sich Robert Jungk im Wissenschaftsjournalismus, der das Leben infrage stellen möchte und es anscheinend doch nicht fassen kann. Die Welt ist nicht mehr festgefügt und selbstverständlich und Werte sind jederzeit gefährdet und neu definierbar. Zukunftsforschung war das große Thema seit den 60er Jahren. Die amerikanische und europäische Jugend liebte es und voll Begeisterung und der Lust am Spielen und Experimentieren wurden verschiedene Protestformen gelebt.

Robert Jungk war sicherlich einer der Väter dieser neuen Jugendkultur. Geboren 1913 in Berlin musste er 1933 nach Paris emigrieren. Er studierte an der Sorbonne und arbeitete für Film und Presse. Nach 1945 lebte er in Paris, Los Angeles und Salzburg. Er war ein Pionier der internationalen Umwelt-und Friedensbewegung und erfand die "Zukunftswekstätten". Was ist geblieben von der "schönen neuen Welt", die die Zukunftsforscher 1970 prognostizierten? Was die Technik betrifft, sind sicherlich viele Voraussagen in Erfüllung gegangen. Doch viele gesellschaftlichen Theorien stehen heute auf dem Prüfstand. Denn die Jugend von damals gibt es nicht mehr und durch die massive Einwanderung wird in der Zukunft ein ganz anderes geistiges Klima herrschen.

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