Freitag, 20.05.2022 13:08 Uhr

"Endspiel des Kapitalismus" Buch von Norbert Häring

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 22.04.2022, 17:33 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4377x gelesen

Wien [ENA] Norbert Häring scheint in seinem Buch "Endspiel des Kapitalismus - Wie die Konzerne die Macht übernehmen und wie wir sie zurückholen" (2021) mit dem Phänomen Globalisierung überfordert zu sein, die zugegebenermaßen wirklich in erschreckender Weise nach einer weltweiten Konzentration von Macht und Geld greift und dabei dem alten Traum von der Weltherrschaft nachjagt, der heute von internationalen Firmen geträumt wird.

Dass Häring dabei hauptsächlich die großen amerikanischen Firmen, Stiftungen und Foundations als Verursacher von Fehlentwicklungen der Weltwirtschaft analysiert, lässt wenig Raum für die Erkenntnis, dass Firmen wie Microsoft, Amazon oder Facebook hinreißende Produkte und Dienstleistungen entwickelt haben, die ganz einfach jeder will, woimmer sie auf dieser Erde zuhause sind. Anhand der Geschichte des Weltwirtschaftsforums, dass er als die mächtigste Lobby der großen internationalen Konzerne sieht, versucht Häring zu zeigen, wie sie ihre wirtschaftliche Potenz mit politischer Einflussnahme verbinden. Dieses Forum ist heute ein Teil der so genannten Global Governance, die sich die Lenkung des Weltgeschehens zur Aufgabe macht.

Im ersten Teil beschäftigt er sich eingehend mit der Corona-Krise, die angeblich den Kapitalbesitzern und Hedgefonds große Gewinne brachten, während kleine Unternehmer Marktanteile verloren oder in Konkurs gingen. Im zweiten Teil entwickelt er den Interessensgegensatz zwischen kleineren Unternehmen und den immer größer werdenden Kapitalgesellschaften und sieht darin das "Endspiel des Kapitalismus und fragt sich im dritten Teil, warum es seit vielen Jahren keine Zinsen mehr für die Sparer gibt während die Aktienmärkte boomen. Seine Vision für einen Systemwandel ist der Abschied vom marktwirtschaftlichen Kapitalismus zugunsten eines Neo-Feudalismus, der nicht auf Monopole aufgebaut ist, sondern eine wettbewerbliche Marktwirtschaft ermöglicht

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