Mittwoch, 28.10.2020 20:49 Uhr

Buch: "Freiheit hat kein Alter"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 10.09.2020, 07:24 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4991x gelesen

Wien [ENA] In Österreich geht es im Großen und Ganzen allen gut. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es der älteren Generation auch gut geht. Sie ist keine Ausnahme, denn auch viele junge Menschen genießen oft Jahre die "Segnungen" des Sozialstaates ohne zu arbeiten. Ja, Senioren geht es gut in Österreich und sie nehmen das Angebot an, werden älter, mobiler und kreativer. Dazu gibt es ein sehr ausführliches Buch.

"Die Freiheit hat kein Alter", herausgegeben von Andreas Khol u.a.wurde vor einiger Zeit bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt Es führt ein in die wichtigsten Themen der Altersforschung wie Alterstrukturwandel, Lebensformen, Gesundheitsvorsorge, Pflege, Gesellschaftsvertrag oder Lernen und Bildung im späteren Alter. Rudolf Bretschneider stellt in seiner empirischen Sozialforschung fest, die Menschen im dritten und vierten Lebensabschnitt sind gesünder, gebildeter, wohlhabender, genuss-und konsumorientierter und aktiver. Aber das trifft natürlich auch auf alle Generationen in einer Wohlstandsgesellschaft zu. Auch Brettschneiders Seniorentypologie wie die "Flotten, Neugierigen, Zufriedenen oder Zurückgezogenen" finden sich überall.

Anfred Prisching spricht zu Recht vom "konstruierten Alter", denn der Mensch bleibt Mensch in jedem Lebensabschnitt. Kein Zweifel, das Alter hat oft Freiheit von beruflichen, familiären oder wirtschaftlichen Zwängen, eine Freiheit die aber auch zur Last werden kann, wenn das gesellschaftliche Umfeld strukturell altersfeindlich ist. Dass die älteren Generationen auch Klienten der Politik, Wirtschaft und vieler Institutionen sind, zeigt nur einmal mehr, dass sie nie aufgehört haben ein Teil der Gesellschaft zu sein. Und doch hat das Alter eine spirituelle Seite, die der Jugend fehlt. Nach Karl Rahner geht es in der letzten Lebensphase darum, das Leben als Ganzheit vor sich zu bringen. Vielleicht geht es auch um den Sinn des Lebens.

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