Sonntag, 19.05.2019 23:12 Uhr

Brexit: Folgen für Österreich und die EU

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 13.02.2019, 16:45 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 5645x gelesen

Wien [ENA] Das "Centre of European Union Studies" der Universität Salzburg hat im Februar 2019 im Cafe Prückel in Wien eine Pressekonferenz zum Thema Brexit abgehalten. Der Brexit beschäftigt die Politikwissenschaft natürlich schon länger, aber jetzt wird es ernst. Am 30. März 2019 ist es soweit. Wenn nämlich bis dahin kein Austrittsabkommen ratifiziert ist, tritt das EU-Recht für das Vereinigte Königreich außer Kraft.

Grossbritannien wird dann ein Drittland ohne besondere Rechtsbeziehungen zur EU. Die andere Variante wäre, das Austrittsabkommen tritt rechtzeitig in Kraft. Dann wäre noch bis Ende 2020 der Status quo möglich. Allerdings ist eine aktive Mitwirkung in allen EU-Organen dann nicht mehr möglich. Das Centre of Eurpean Union Studies sieht die Probleme hauptsächlich ökonomisch, denn die Unsicherheit in Bezug auf die spezifische Form des Brexit wird einen Rückgang in Investitionen auslösen, der sich in unterschiedlichen Handelsbeziehungen mit der EU nach dem Austritt niedergeschlagen wird. Was aber die Autoren der Studie besonders interessierte, waren die internationalen Auswirkungen eines Brexit - Schocks auf ausgewählte europäische Staaten.

Dazu haben sie eine ganz neue Methode entwickelt, die auf einem dynamischen makroökonomischen Zeitreihenmmodell basiert, das Abhängigkeiten zwischen ausgewählten Ländern der Eurozone abbilldet und eine detaillierte Analyse der wechselseitigen Auswirkungen des Brexit ermöglicht. Der Fokus ihrer Studie analysiert dynamische Reaktionen der Industrieproduktion, Inflation, Aktienmärkte, Wechselkurse und langfristige Zinssätze. Die Sudienautoren sprechen in ihren Schlussfolgerungen von einem "Unsicherheitsschock", der sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken wird. Man kann nur hoffen, dass wirtschaftliche Interessen für alle Beteiligten letztendlich Prioritär haben und die Politik keine unvernünftigen Entscheidungen trifft.

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