Mittwoch, 12.08.2020 20:32 Uhr

Bertha von Suttners "Die Waffen nieder!"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 10.06.2020, 09:09 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6423x gelesen

Wien [ENA] Bertha von Suttners Roman "Die Waffen nieder!" ist das Werk einer durchaus guten Schriftstellerin, die aber auch von einem großen politischen Anliegen beseelt war. Das macht den Roman etwas hybrid, etwas zu pointiert und lässt den Lesern nicht genug Raum in der Subtilität des Geschehens den eigenen Standpunkt zu entwickeln.Man wird hineingezogen n das große Herz und das große Mitleiden der Berta von Suttner.

Ihr Ruf, "Die Waffen nieder!" ist unüberhörbar. Dabei greift sie tief in unsere Gefühlswelt und unsere Träume ein. Sie "verführt" mit der romantischen Protagonistin Martha, die alles hat und alles ist, schön, reich, intelligent und adelig. Damit nicht genug, heiratet sie ihren Traummann, den schmucken, jungen Husarenleutnant Graf Arno Dotzky. Mit ihm erlebt sie die Seligkeit der Ehe und Mutterschaft. Doch das Glück währt nicht lange. Arno fällt in der Schlacht von Solferino. Der Schleier der Idylle ist zerrissen und Martha, einst glühende Verehrerin der österreichisch-ungarischen Armee, wird zur Kriegsgegnerin und Pazifistin. Ganz nah am Leid der Familien gefallener oder verwundeter Soldaten hat Suttner ihr Anti-Kriegs-Epos gezeichnet.

Das macht den Roman, publiziert 1889, sehr persönlich und er löst Betroffenheit aus. Er war ihr größter literarischer Erfolg, erreichte 37 Auflagen und wurde in zwölf Sprachen übersetzt. Allgemein bekannt ist Bertha von Suttner auch dafür, dass sie 1905 den Friedensnobelpreis als erste Frau erhielt. Weniger bekannt ist, dass sie nicht nur eine Pazifistin war, sondern auch eine eminente Frauenrechtlerin und Tierschützerin. 1898 schrieb sie das Buch "Schach der Qual", dass sich gegen schon damals gängige grausame Tierversuche, sogenannte Vivisektionen, hauptsächlich in der Physiologie, richtete. Sie vergich Physiologen mit Jägern und Soldaten und bezeichnete sie als "unsere verfeinerten Grausamkeitsverüber."

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