Samstag, 21.09.2019 09:20 Uhr

Trans Sib im Sonderzug Zarengold

Verantwortlicher Autor: Prof.h.c. Winfried Laube Moskau, 07.08.2019, 15:15 Uhr
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Moskau [ENA] Mythos-Legende-Lebenstraum. Die legendäre Route der Transsibirischen Eisenbahn von Wladiwostok bis Moskau.Viele wollen die Reise machen, kommen jedoch nie dazu. Die Menschen kommen aus vielen Nationen um mit dem Sonderzug Zarengold diese Strecke zu bereisen. Genauer gesagt fahren sie zuerst mit dem Linienzug von Wladiwostok bis nach Irkutsk (Ost-Sibirien) zum Baikalsee.

Das Drei-Reiseleitersystem der Firma Lernidee, die diesen Sonderzug seit 30 Jahren chartert hat sich bewährt. Eine deutschsprachige Reiseleiterin, eine deutsche Chefreiseleiterin sowie die örtlichen Reiseleiter, die alle sehr gut Deutsch sprechen begleiten die wissbegierigen Touristen durch diese einmalige Reise und ihre unendliche Landschaft. Im fahrenden Zug werden 162 Gäste von insgesamt 76 Bahnmitarbeitern herzlich, professionell und dennoch mit Herzblut betreut und umsorgt. Russisches Essen bestimmt die Speisenkarte des Restaurantwagens.

Die Ausflüge werden am Vortag in jedem Abteil des Zuges auf einer Anzeigetafel ausgeschrieben, diese sind sehr gut organisiert. Kein Warten am Bahnhof, die örtlichen Reiseleiter stehen für die jeweiligen Kleingruppen bis 18 Personen bereit und die Busse warten auch schon. Das Kulturprogramm ist sehr straff organisiert, damit die Gäste möglichst viel erleben. Und auch an Bord des Zuges gibt es über das Bordradio vorab Informationen über das nächste Reiseziel.

Es gibt an Bord des Sonderzuges Zarengold mehrere Kategorien an Abteilen die gebucht werden können. Für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Die einfacheren Abteile Kat I und Kat II (Classic und Superior) verfügen über Betten mit einer Breite von nur 68cm. Das ist für viele gewöhnungsbedürftig. Die Toiletten befinden sich im Wagon genauso wie die Dusche. Es gibt eine Duschliste, in die sich die Gäste am Vortag eintragen können. Das klappt aber hervorragend. In der Kat III (Nostalgie) hat das Bett eine Breite von 80 cm und eine Dusche wird mit dem Nachbarabteil geteilt. Die Toilette befindet sich im Wagon.

Am luxuriösestes reist man in den Bolschoi Kat IV und V. Allerdings auch am Teuersten! Dort sind jeweils eine Dusche und Toilette im Abteil verbaut. Die Größe des unteren Bettes sind 110cm bzw. 120cm. Die Größe der Gruppe liegt dann bei nur 12 Personen und ein eigener Speisewagen (A) steht nur den Gästen der Bolshoi Klasse zur Verfügung. das Essen ist jedoch genau wie die Ausflüge fast gleich. Die Hotels haben dann 5 Sterne anstatt 3bis4 Sterne der anderen Kategorien. Den Mehrpreis ist es allerdings meiner Meinung nach (ich war in der Kat II Superior) nicht Wert. Ich hätte einen Aufpreis von 15.000 € bezahlen müssen! und das für nur 5 Tage an Bord des Zuges ( an den anderen Tagen waren wir in Hotels untergebracht).

Das muss allerdings jeder Gast für sich entscheiden, denn sowohl die Bolschoi Kat. als auch der Rest des Zuges waren ausgebucht. Eine besondere Attraktion soll das Wintermärchen, also die Fahrt im Sonderzug im Winter sein. Dort gibt es wesentlich weniger Gäste, kein Wunder bei Außentemperaturen von bis zu -40 Grad.Der berühmte Baikalsee ist dann komplett zugefroren mit einer Eisschicht von über 90cm. Wer Russland einmal kennenlernen möchte sollte dies unbedingt entlang der längsten Eisenbahnstrecke der Welt tun. Der Transsibirischen Eisenbahn. Für viele wurde ein Traum war. (Ich habe die Reise komplett selbst bezahlt, keiner an Bord wusste dass ich auch journalistisch tätig bin) - Es war eine Privatreise-und sie war wunderbar.

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