Sonntag, 14.08.2022 20:20 Uhr

Umfrage Lazarsfeld Gesellschaft "Krieg in der Ukraine"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller-Cook Wien, 01.08.2022, 10:12 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 2241x gelesen

Wien [ENA] Die Lazarsfeld Gesellschaft Economic Opinion Research hat am 6.7.2022 in Wien ein Pressegespräch abgehalten und dabei eine Umfrage zum Thema "Krieg in der Ukraine" präsentiert. In Angesicht der Schwere und Grausamkeit des Krieges ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen in Österreich über den Ausgang des Krieges, den Gaslieferstopp und den damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen, pessimistisch sind.

Für drei Viertel der Bevölkerung ist die Teuerung schon heute sehr spürbar, besonders bei denen, die nur eine Lehre abgeschlossen haben und die FPÖ präferieren. Das hat zur Folge, dass sich rund zwei Drittel mit ihren Ausgaben einschränken müssen. Was den Krieg betrifft, finden zwei Drittel, dass ein Stopp des russischen Vormarsches wichtig ist, nur bei den FPÖ Sympathisanten sind es nur 15%. Auch glaubt die große Mehrheit, dass sich der russische Vormarsch weder durch die breite Allianz des Westens, noch durch die militärische Unterstützung der Ukraine stoppen lässt. Russland wird der längere Atem, besonders bei der FPÖ zugeschrieben. Auch was die Geschlossenheit und Einigkeit Europas betrifft, herrschen unterschiedliche Meinungen.

Mehr als die Hälfte gehen von einer Abschwächung aus, mit besonders hoher Zusimmung bei der FPÖ, während die Grüne-Präferenten zu 44% an die Einigkeit Europas glauben. Deshalb tendiert die Bevölkerung auch für ein geringeres Engagement der EU im Ukraine Krieg, wobei aber 41% der NEOS dafür plädieren die Ukraine noch stärker zu unterstützen. Auch finden heute die Hälfte, dass es keine gute Idee war, die Ukraine zum Beitrittskandidat zu machen. Was die Wahrscheinlichkeit eines Gaslieferstopps durch Russland betrifft, halten zwei Drittel diesen für möglich. Schon zu Kriegsbeginn war die Befürchtung einer Wirtschaftskrise groß und diese haben noch zugenommen. Aber auch die Einschätzung der persönlichen Sicherheit leidet unter dem Krieg.

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