Mittwoch, 16.10.2019 00:20 Uhr

Mehr oder weniger Migranten für Deutschland

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Berlin, 26.08.2019, 22:25 Uhr
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Wieviele werden wohl dieses Jahr wirklich kommen ?
Wieviele werden wohl dieses Jahr wirklich kommen ?  Bild: Jens Schmitz / www.pixelio.de

Berlin [ENA] Seit 2015 ist Deutschland Zielpunkt Nr.1 in Sachen Migration, nicht zuletzt wegen der vielen Anreize, die Deutschland bietet. Zuerst wurde den Bürgern suggeriert, ALLE Migranten hätten schreckliche Kriegserlebnisse hinter sich, seien traumatisiert, hätten Familienangehörige verloren.

Später stellte sich dann heraus, das immer mehr sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland kommen, weil sich hier ein besseres Leben aufbauen läßt. Und schwups, die Befürworter der Migrationswellen drehten sich in ihrer Argumentation: Jetzt hatte plötzlich jeder das Recht zu leben wo man will, die Industrieländer und die EU hätten schließlich zu den mißlichen Lagen in Afrika und Co. beigetragen, jetzt müßten sie auch die Suppe auslöffeln.

Dabei ist bekannt, das insbesondere Deutschland nicht nur hunderte von Hilfsprojekten in Afrika seit Jahren, und zwar schon vor dem Massenansturm, den Frau Merkel ausgelöst hat, etabliert hat, sondern Milliarden an Hilfsgeldern inzwischen nach Afrika gepumpt hat, von auslöffeln kann daher gar keine Rede sein, zumindest nicht für Deutschland, das immer Vorreiter in Sachen Hilfe gewesen ist und auch noch ist. Insbesondere in Sachen Aufnahme von Flüchtlingen, die angeblich aus Seenot gerettet werden, aber auch über die Flüchtlinge, die auf anderen Wegen in die EU, später weiter nach Deutschland kommen, wollten sich die EU Länder schon zigmal einigen, wie denn diese zu verteilen sind.

Darüber ist bis heute keine Einigung in Sicht trotz des immer wieder hochgelobten EU Zusammenhalte. Selbst bei Zahlen von wenigen Hundert Flüchtlingen konnte man keine Einigung erzielen, und bei Flüchtlingen von der See jedes Mal ein schier endloses Palaver bis dann doch ein Land die Flüchtlinge von Bord läßt oder sich die Situation an Bord aus Gründen der Hygiene, Mangel an Essen oder Zustand der Flüchtlinge zu einer Zwangslage dramatisiert. Und natürlich ist immer wieder Deutschland in Sachen Aufnahme vorne dabei.

Vor einigen Wochen hat dann Herr Maas erklärt, wenn keine Einigung mit anderen EU Ländern getroffen werden kann über eine Aufnahmequote eines jeden EU Landes, dann werden die Länder, die das mitmachen eben alleine das durchziehen. Da muß Herr Maas jahrelang geistig abwesend gewesen, das läuft doch schon Jahre so, einige Länder machen mehr oder weniger mit, andere nicht.

Fassen wir mal zusammen: In Libyen soll das Flüchtlingslager eher einem Internierungslager gleichen, Stichworte wie Folter, Sklaverei, Vergewaltigung greifen um sich, ausserdem sollen dort katastrophale hygienische und verpflegerische Bedingungen herrschen. Deshalb soll Deutschland sich einsetzen so viele Flüchtlinge wie möglich dort herauszuholen. In der Türkei will die Regierung auch insbesondere Syrer abschieben, die wollen keine Flüchtlinge mehr. Jeden 2. Tag neue Meldungen über ein neues sogenanntes Rettungsschiff, das wieder ein paar Dutzend oder auch Hundert Flüchtlinge aus der See gerettet hat, und jetzt kommen auch noch neue Zahlen aus Griechenland, das schon alle abgeschrieben oder totgeschwiegen haben:

Nach Angaben der Vereinten Nationen kommen immer mehr Flüchtlinge aus der Ägäis zu den griechischen Inseln, bis zu 3x soviel wie im Vorjahr. Und wir wollen nicht vergessen, das ja Deutschland eine Nachzugsregelung für Familienangehörige im August 2018 auf den Weg gebracht hat, so das Flüchtlinge mit eingeschränkten Schutzstatus jeden Monat 1000 Angehörige nachholen können. Bevor die Regelung in Kraft getreten ist, war immer die Rede davon, das davon nur wenige Gebrauch machen. Eine reine Schutzbehauptung zur Beschwichtigung, inzwischen sind die Kapazitäten längst jeden Monat an der Kante und viele Tausend warten Monate, das sie in diesen Vorzug kommen.

Total unglaubwürdig klingen dagegen die Aussagen von Helmut Teichmann, Staatssekretär im Innenministerium, der behauptet, die Zuwanderungszahlen seien gesunken und auch weiter rückläufig, man rechne in diesem Jahr mit 140.000 – 150.000 Migranten. Wohlgemerkt nach seiner Rechnung. Und ich glaube Ihm eines: Das das Innenministerium Belege und Statistiken vorlegen kann, die seine Aussage untermauern.

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