Mittwoch, 20.03.2019 16:58 Uhr

Ein neues Rinderwahn Restaurant in Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 01.03.2019, 15:49 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3794x gelesen

Wien [ENA] Fleischgenuss ist in Österreich "in", wenigstens bei jenem Teil der Restaurantliebhaber*innen, die sich, trotz "Veganwelle", den "Tanz um das goldene Kalb" nicht nehmen lassen wollen. Aus Gold ist beim Restaurant Rinderwahn das Kalb auch nicht, sondern fast lebensgroß aus Plastik und steht einsam vor dem Restauranteingang, wo es manchmal den sowie zu engen Gehsteig in der Wiener Innenstadt verstellt.

Aber im neuen Rinderwahn Restaurant in der Praterstrasse in Wien ist für das Plastikrind im Eingang mehr Platz. Das Restaurant-Konzept der Huth-Familie ist im Moment ein Erfolg, denn immerhin ist das Rinderwahn in der Praterstrasse schon ihr drittes Lokal in Wien. Flotte Sprüche an den Wänden wie "Ich will ein Rind von dir", oder "Rinder fressen Gras, vegetarisch voll korrekt " sollen vielleicht das schlechte Gewissen beruhigen. Denn wie jetzt schon fast jeder weiß, Tierhaltung und Schlachtung ist ein äusserst grausames Geschäft, das nicht zuletzt zu der schrecklichen und von Veterinärmedizinern gefürchteten Krankheit "Rinderwahnsinn" geführt hat.

Aber wir müssen essen, wir haben als Menschen ein Recht auf Nahrung, Genuss und unsere spezifischen Lebensformen. Das neue Rinderwahn ist ein Stück amerikanischer Burgerkultur auf österreichisch adaptiert, wo üppiger Fleischgenuss mit Garnierung in handlichen Buns einfach und doch herzhaft ein Geschmackserlebnis bieten. Dazu passt natürlich ein gutes Bier. Aber auch für Vegetarier gibt es Angebote wie das "Rindermärchen" oder den "Veggie-Wahn" und und Schweinefleischliebhaber*innen können die"fette Sau" , ein Pulled-Pork-Burger, bestellen. Nichts ist einfach heute mehr und als Konsument*innen müssen wir uns andauernd entscheiden wofür wir unser Geld ausgeben. Die ethische oder politisch-korrekte Frage bleibt uns nicht erspart.

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