Donnerstag, 19.09.2019 23:19 Uhr

Bayerischer Lloyd AG verstärkt Binnenschiffer

Verantwortlicher Autor: Jochen Raffelberg Duisburg, 02.08.2019, 15:48 Uhr
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Duisburg [ENA] Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) erweitert seine Mitgliedschaft, um beim Kampf um bessere gewerbliche Rahmenbedingungen für die Schifffahrt und die Schonung der Umwelt stärkere Unterstützung zu erfahren. Zu den rund 100 Verbandsmitgliedern zählt jetzt auch die Bayerischer Lloyd AG (BL), die laut BDB für über 100 Jahre Reederei- und Schifffahrtsgeschichte auf der Donau steht.

Wie Verbands-Geschäftsführer Jens Schwanen am Freitag in Duisburg mitteilte, gehören dem BDB in Wirklichkeit weit mehr als seine eingetragenen Mitglieder an, die als Reedereien, Genossenschaften, Förderer und andere, weitere hunderte Mitglieder wie etwa Partikuliere repräsentierten. Auch die Seehäfen Hamburg, Antwerpen und Rotterdam sowie mehrere Binnenhäfen würden durch den BDB vertreten. Unter der BL-Flagge präsentiert sich gemäss einer Pressemitteilung des BDB eine europäisch agierende Gruppe – von den großen ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) bis zur rumänischen Hafenstadt Constanza – mit Niederlassungen und Landesgesellschaften in den Niederlanden und den Donauanliegerstaaten.

In Straubing biete die Tochtergesellschaft SR-log mit einer trimodalen Umschlaganlage eine wichtige Schnittstelle zwischen West- und Donauschifffahrt. Das Unternehmen werde Mitglied im BDB, da die künftigen Herausforderungen des Binnenschifffahrts-Gewerbes, sei es auf nationaler oder europäischer Ebene, nur im Schulterschluss mit einem starken Branchenverband bewältigt werden könnten, der die Gesamtheit des Gewerbes engagiere und effektiv vertrete. Es entspreche der Philosophie der BL-Gruppe, dass Herausforderungen wie Digitalisierung und technische Revolutionen zur Schonung von Ressourcen und Umwelt nur in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten erfolgreich angegangen werden könnten, erklärte Hans Frank vom Bayerischen Lloyd.

Schwanen sagte, Gemeinsamkeit mache stark und er freue sich, dass der Bayerische Lloyd den Verband „beim Kampf um bessere gewerbliche Rahmenbedingungen für die Schifffahrt“ auf nationaler und internationaler Ebene unterstütze. Mit dem Bayerischen Lloyd baue der BDB auch seine Kompetenz im süddeutschen Raum aus, insbesondere an der Donau. Durch aktive Mitarbeit im Verein könnten Zukunftsthemen des Gewerbes „etwa in den Bereichen Personalressourcen, Qualifikationen, Greening und Innovationen“ gemeinsam gestaltet werden.

Der 1974 gegründete BDB vertritt die gewerblichen Interessen der Unternehmer in der Güter- sowie der Fahrgastschifffahrt gegenüber Politik, Verwaltung und sonstigen Institutionen. Außerdem vertritt der BDB auch die Belange der Verbandsmitglieder in arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen sowie personal-, sozial- und bildungspolitischen Angelegenheiten und ist Tarifvertragspartner der Gewerkschaft Verdi. Der BDB betreibt überdies das in Duisburg vor Anker liegende Schulschiff „Rhein“. Der deutschen Binnenschifffahrt gehören etwa 900 Betriebe mit knapp 7.000 Beschäftigten an, die 2016 mit ihrer Flotte von über 3.000 Schiffen einen Umsatzerlös von €1.5 Mrd. erwirtschafteten.

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