Mittwoch, 20.03.2019 16:38 Uhr

Werk X-Petersplatz Spielplan 2019

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 27.02.2019, 20:18 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 2910x gelesen

Wien [ENA] Einen ambitionierten Spielplan 2019 hat das Werk X-Petersplatz bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Direkt im Zentrum von Wien, gleich neben der Peterskirche, hat sich ein zeitgenössisches Kooperationshaus für innovatives und gesellschaftspolitisch relevantes Theater etabliert. Zeitgenössisch, innovativ, gesellschaftspolitisch relevantes Theater. Was darf sich das Publikum dabei vorstellen, was kann man erwarten?

Darf man dabei noch lachen, weinen, soll man sich empören oder wird man belehrt? Werden einem die Augen geöffnet für das Böse in der Welt? Wird man angenehm berührt oder brutal abgestossen? Wird das eigene Weltbild erschüttert und bekommt ein neues serviert? Ein kleines, sehr professionelles Ensemble versucht diese Ängste, Begehrlichkeiten und Erwartungen eines Publikums gerecht zu werden. Unter einigen anderen Laura Andreß, Kai Krösche oder Victoria Halper. Alle studierte Theater, Film, Literatur oder Medienwissnschaftler*innen mit Erfahrung in diversen Kultureinrichtungen. Wie werden sie und ihre Kollegen*innen mit dem nichtsahnenden, vielleicht müden, oder schlecht aufgelegten, bestenfalls neugierigen Publikum umgehen?

Wie werden sie mit der heute so offensichtlichen Theorieüberladung umgehen, die gerade im gesellschaftspolitisch relevanten, progressiven Theater eine Gefahr darstellt? Denn frei, tragend und stark wie ein munterer Gebirgsbach sollte die Sprechstimme der Schauspieler*innen heraussprudeln, sich unvergesslich und tief im Gegenüber eingraben und dort eine Saite zum erklingen bringen. Das sind vielleicht die feinen Nuancen der Theaterpraxis, die letztendlich den Erfolg ausmachen. Die Saison beginnt am 14. März mit der Wien - Premier "Sohn. Angenommen, du bist die Mutter eines Radikalen." Natürlich eine beklemmende Situation, denn "dieser Abend wird eine hemmungslose Konfrontation mit dem menschenverachtenden Schönen im Land Österreich."

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