Samstag, 18.09.2021 09:56 Uhr

Viertelfestival Niederösterreich 2021

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 07.05.2021, 09:46 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 5704x gelesen

Wien [ENA] Das Viertelfestival NÖ 2021, dass vom 14. März bis 31.Oktober 2021 stattfindet, erinnert mit dem Motto "Bodenkontakt" daran, dass wir zwar heute in der globalisierten und virtuellen Welt überall zu Hause sind, aber auch "auf einem ganz konkreten Fleckchen Erde stehen." Und dieses Fleckchen Erde ist eigentlich die Grundlage unseres Lebens. Das wird oft vergessen in einer Zeit der Bodenversiegelung und Spekulation.

Nicht unwesentlich ist auch die Frage, was bedeuted es heute ein vertrautes Land verlassen zu müssen, wollen, können oder dürfen? In einer Zeit der großen Fluchtbewegungen, von der auch Österreich zunehmend betroffen wird, ist Heimat für viele schon lange kein fester Begriff mehr. Umso besser, dass sich das Viertelfestival in vielen Formen und Veranstaltungen damit auseinandersetzt. Jung, sensibel, interessiert und mit dem Versuch ohne Vorurteile an brisante Themen heranzugehen, präsentiert sich ein Kunstmix, der Niederösterreich zum Nachdenken und Vibrieren bringt. Präsentiert werden insgesamt 54 Projekte. Die Forumtheaterwerkstatt setzt sich z.B. mit dem Klimawandel auseinander oder der Musikverein St. Pantaleon unterhält mit Blasmusik.

Buddeln-Baggern-Bauen, eine Musikperformance zum Mitmachen, wird in Seitenstetten stattfinden, wo aus den Klängen von Bodenmaterialien, Werkzeugen und Baumaschinen Musik entsteht. In dem Projekt Urban Art Amstetten erzählen Strassen mit ihren Abfällen Geschichten und die Galerie am Kollmitzberg präsentiert Kunstpositionen zum Thema Mensch und Natur. Die Installation "Ein kleiner Flecken Erde", die inmitten einer Parkplatzfläche im Böhlerwerk erdacht wurde, soll ein Mahnmal für die zunehmende Bodenversiegelung sein. Noch präsentieren sich ernste Themen im Viertelfestival spielerisch, intuitiv und aus den Ressourcen bewusster und unbewusster Empfindungen schöpfend, als Kaleidoskop schöpferischer Vielfalt, in der Kunst das Ambivalente zeigt.

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