Mittwoch, 16.10.2019 00:40 Uhr

Gehört Politik ins Kinderzimmer?

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 22.03.2018, 11:17 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6773x gelesen
Zoom Kindermuseum Wien
Zoom Kindermuseum Wien  Bild: Schura Euller Cook

Wien [ENA] Gehört Politik ins Kinderzimmer? Ja sagt das Zoom Kindermuseum. Sie begründen ihr Projekt damit, daß in den letzten Jahren Millionen Menschen, viele davon Kinder, vor Krieg und Hunger flüchteten. Auch in Österreich suchten viele Schutz und geflüchtete Kinder gehen nun bei uns zur Schule.

Unterschiedliche Gewohnheiten, Sitten und Gebräuche können leicht zu Missverständnissen und Konflikten führen. Die Ausstellung "Du und Ich, dort und da" soll dazu beitragen, sich näher kennenzulernen und besser miteinander zu kommunizieren. In der Ausstellung lernt man die individuellen Schicksale von sechs geflüchteten Kindern und Jugendlichen kennen. So erinnert sich zum Beispiel Faizal aus Afghanistan an den Teppich, auf dem ihm seine Mutter Geschichten erzählte. Die Kinder können gemeinsam an einem großen Patchworkteppich arbeiten und darüber nachdenken, was für sie Zuhause ist. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Menschenrechte, die idealerweise die Basis für ein faires und friedliches Zusammenleben bilden.

Menschenrechte werden in einer kindgerechten Sprache vermittelt und in Beziehung zu den individuellen Fluchtgeschichten gesetzt. Für jedes Menschenrecht können die Kinder eine Blume basteln. So entsteht im Laufe der Zeit ein Garten der Menschenrechte. Dieses sehr idealistische Projekt scheint trotzdem nur ein Tropfen auf den heißen Stein in einer Welt, die zunehmend in Krieg und Terror zerfällt und auch Asylländer wie Österreich in den Strudel der Gewalt hineinzureissen droht. In der Zwischenzeit träumt Arif, der in Damaskus nicht mehr zu Schule gehen konnte, in Österreich Chirurg zu werden und Nesrin, die alleine aus Afghanistan geflüchtet ist, schätzt es, dass Buben und Mädchen gleich viel wert sind und die gleichen Rechte haben.

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