Donnerstag, 02.02.2023 12:50 Uhr

Fischer von Erlach "300 Jahre barocke Pracht" in Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 12.01.2023, 19:27 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3696x gelesen

Wien [ENA] Die Ausstellung "Fischer von Erlach und der Prunksaal des Kaisers" in der Nationalbibliothek Wien entführt in eine andere Welt, einen anderen Geist und in ein anderes Lebensgefühl und präsentiert sich in der barocken Pracht der Bibliothek des Kaisers fast subversive und verleitet vielleicht zu der Frage, Darf das denn sein? So viel Schönheit, so viel Gestaltungsreichtum und so viel Glaube an das Paradies auf Erden!

Damit verbindet sich die Ausstattung der Bibliothek zu einem Gesamtkunstwerk, das für heutige Besucher*innen in seiner thematischen Fülle und inhaltlichen Vielschichtigkeit kaum mehr nachvollziehbar scheint, da sich diese Inszenierungen eines elitären, gelehrten Geheimwissens antiker Texte bediente, schreiben die KuratorInnen der Ausstellung. Denn in der Sonderschau aus Anlass des 300. Todestages von Johann Bernhard Fischer von Erlach und 300 Jahre Baubeginn des Prunksaals wird anhand von Orginalhandschriften, monumentalen Stichwerken, Plänen und Skizzen oder dem prachtvollen Freskenzyklus von Daniel Gran das inhaltliche Konzept als Büchersaal und als Ruhmeshalle der Habsburger vorgestellt.

Über Jahrhunderte waren bereits unter Kaiser Maximilian II. zu einer Bibliothek vereinten Bücherschätze wechselnden Aufbewahrungsorten und permanenter Platznot ausgesetzt. Aber erst unter der Regentschaft Kaiser Karls VI. (1711-1740) wurde die Hofbibliothek geplant. Die Ausstellung thematisiert aber auch das weitere Schicksal dieses Prachtbaus. Katastrophen wie der Brand während der Revolution von 1848, die Bombenangriffe des 2. Weltkrieges und den Hofburgbrand des Jahres 1992 hat der Prunksaal glücklicherweise weitgehend unbeschadet überstanden und die Renovierungsarbeiten von 1955 und 1922 lassen ihn in neuem Glanz erstrahlen.

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