Donnerstag, 17.10.2019 07:43 Uhr

Festspiele Schloss Tillysburg Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 12.05.2018, 10:40 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 6158x gelesen

Wien [ENA] Ein kleiner, feiner Verein hat sich gegründet um weit weg vom "Schmelztigel" Wien in einer fast noch heilen österreichischen Welt ein Theaterprojekt zu realisieren. Im Herbst 2017 hat sich der "Verein der Freunde und Förderer der Festspiele Tillysburg" konstituiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Festspiele ideell und materiell zu unterstützen und dazu beizutragen, dieses Kulturjuwel langfristig abzusichern.

Seit 2017 wird versucht Tillysburg bei St. Florian, einen der schönsten Schlosshöfe Österreichs, wiederzubeleben. Die Festspiele tragen den Untertitel "Tu felix Austria" und haben sich einem rein österreichischen Programm verschrieben von Schnitzler und Hoffmannsthal bis zu Felix Mitterer und Thomas Arzt. Von der Altwiener-Komödie bis zu Franzobel und Susanne Wolf. Der Spielplan kreist um das "schicksalschwere" Jahr 1918, das sich zum 100. Mal jährt. Im Mittelpunkt wird das Lustspiel "Der Schwierige" stehen, das an dieser Zeitenwende auch die Geschlechterrollen reflektiert. Die Uraufführung des Romans "Die Waffen nieder" von Berta von Suttner und eine Neuinterpretation von "Cordoba-das Rückspiel", vervollständigen das Programm.

"Cordoba-das Rückspiel" ist ein furios kabarettistisches Theatersolo über den Konflikt zwischen Deutschland und Österreich und dem uralten Kampf der Kulturen zwischen dem großen und dem kleinen Bruder deutscher Sprache - vom Numerus Clausus Flüchtling bis zum unterlegenen Fussballzwerg. "Krach im Hause Gott" von Felux Mitterer ist ein theologisch intelligentes und dennoch höchst vergnügliches Lustspiel und "Der Schwierige" von Hugo von Hoffmannsthal thematisiert den sich als distanziert und fremd begreifenden Mann und die starke, sehnsuchtsvolle Frau, vielleicht als Sinnbild der altösterreichischen Aristokratie, die 1918 in ihren letzten Zügen zu liegen scheint, aber vielleicht auch Sinnbild unserer heutigen kulturellen Vergänglichkeit.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.