Freitag, 20.05.2022 13:19 Uhr

Die schönen Dinge siehtst du nur, wenn du langsam gehst

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 08.04.2022, 09:20 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4575x gelesen

Wien [ENA] Mit dem koreanischen Zen-Mönch und Autor Haemin Sunim ist Social Media und Twitter in der philosophischen Lebensberatung angekommen. Berühmt für seine Tweets, die über 1,3 Millionen Followers allein in Südkorea erreichten, hat nun auch sein Buch "Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst" eine große Leserschaft gewonnen und sich zum Beispiel in Südkorea 41 Wochen auf Platz 1 der Bestsellerliste gehalten.

In der Zwischenzeit ist das Buch in verschiedene Sprachen übersetzt und ist seit 2012 auch in deutsch verfügbar. Wie ein Schmetterling umschwirrt Haemin Sunim den tosenden Wasserfall der Welt und rät mit Leichtigkeit, Liebe und Gelassenheit allen inneren und äusseren Gefahren zu begegnen. Dabei ist er von der tiefen Weisheit des Gautama Buddhas inspiriert, der in einer erschreckend radikalen Innenschau die Geheimnisse von Geist und Bewusstsein erlebte und im Gleichmut zu den ewigen Polaritäten des Lebens wie Liebe und Hass, Leid und Glück oder Armut und Reichtum die Lösung für die Probleme des Individuums sah. Damit hat er die philosophische Tradition unererhört bereichert, die schon immer bemüht war, die Paradoxe des Lebens zu lösen.

So finden sich in dem Buch von Haemin Sunim Überlegungen wie "Enttäuscht dich das Leben, komm einen Moment zur Ruhe! - Möchtest du Recht haben oder mit anderen in Harmonie leben? - Der Weg des Verzeihens - oder Ein Wort der Ermutigung kann die Zukunft ändern" Wie sehr er Teil der buddhistischen Tradition ist, zeigt sich in seiner Theorie, dass Geist und Welt nicht unabhängig voneinander sind, denn wir kennen die Welt nur durch das Fenster unseres Geistes. "Ist unser Geist lärmerfüllt, dann ist es auch die Welt, ist unser Geist friedlich, gilt das auch für die Welt". Auch in seinem Buch "Die Liebe zu den nicht perfekten Dingen" hat er ein wichtiges Thema behandelt in einer Zeit, in der wir von der technischen Perfektion träumen.

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