Donnerstag, 02.02.2023 12:19 Uhr

Der wunderbare Evangelist Johannes

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 23.12.2022, 21:44 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4798x gelesen

Wien [ENA] Dem Evangelisten Johannes werden zwei wunderbare Schriften zugeordnet, nämlich das Johannes- Evangelium und die Offenbarung, die in ihrer literarischen und spirituellen Großartigkeit alle höllischen Tiefen und paradiesischen Höhen des geistig Erlebbaren ausleuchten und in einer leidenschaftlichen Gotessehnsucht die Grenzen des Profanen sprengen und in eine Verheißung von Glaube, Liebe und Hoffnung hineinreisst.

Die ganze Macht des geschriebenen Wortes will sich in seiner ganzen Fülle und Eindringlichkeit darin offenbaren. Gewissermaßen ist es dem Evangelisten gelungen das Rätselhafte als Mysterium zu setzen, denn noch immer rätselt die Menschheit über die erschreckenden und verheißungsvollen Schriften der Offenbarung, deren Deutungen in der Zwischenzeit ganze Bibliotheken füllen. Deshalb gilt Johannes heute auch als frühchristlicher Prophet, denn seine Sprache und Gedankenwelt weisen auf eine Sozialisierung im Judenchristentum hin, womit sich eine christliche Urapokalyse mit einer jüdischen Apokalypse vereint. Die christliche Tradition setzt Johannes mit dem Apostel und Lieblingsjünger Jesu gleich und sieht in ihm auch den Verfasser der Schriften.

In der historisch-kritischen Forschung ist aber diese traditionelle Auffassung durchaus stark umstritten. Daher wird eher angenommen, dass ein johanneischer Kreis das Schlusskapitel 21 der Offenbarung an einen bereits bestehenden Text angefügt hat um den Lieblingsjünger als Zeugen und Autorität zu bestätigen. In Erinnerung bleibt trotzdem das unbeschreiblich poetische Bild des Johannes als der Jünger, den Jesus vielleicht am meisten liebte und der beim letzten Abendmahl an seiner Brust lehnte und ihn fragte, "wer ist es, der dich verrät"? Das Schlusswort des Herausgebers des Johannes Evangelium betont aber, "das ist der Jünger, der von diesem Geschehnis Zeugnis ablegt... und sein Zeugnis ist wahr."

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