Sonntag, 29.03.2020 04:36 Uhr

Ausstellung "Multiple Singularities"

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 11.03.2020, 18:14 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3264x gelesen

Wien [ENA] Mit dem Projekt "Multiple Singularities" präsentiert die Akademie der bildenden Künste Wien in ihrem Ausstellungsraum in der Eschenbachgasse sechs ihrer bereits mehrfach ausgezeichneten Alumni und Studierenden einer aufstrebenden Künstler*innen Generation, die aus unterschiedlichen Hintergründen und Kulturkreisen kommend, Öffentlichkeit kritisch hinterfragen und einen gesellschaftspolitischen Ansatz verfolgen.

Alle Ausstellungsflächen im xhibit präsentieren sich übersichtlich, unaufdringlich, bescheiden, minimalistisch, als wollten sie einen Gegenpol zur bunten Kaufhauswelt setzen. Die weißen Wände werden nicht überspielt. Zart, fast unscheinbar, meistens in grau und weiß, präsentieren sich die Kunstobjekte. So die feinen Drahtgebilde von Katharina Scheucher, die im Raum zu schweben scheinen. Aus einer Erdnaht an den Wänden sprießt zartes Gras und sogar ein Gänseblümchen in der Installation von Jelena Micić, die dieses poetische Frühlingserwachen mit einer dominierenden roten Leuchtschrift kontrapunktiert. Vielleicht als Erinnerung gedacht, dass wir in einem technischen Zeitalter leben. Eine großzügige graue Wendeltreppe führt eine Ebene tiefer.

Empfangen wird man von einem "kühlen" schwarz-weiß geometrisch gemusterten Bildobjekt von Ekaterina Shapiro-Obermair mit dem Titel "Das Eis schmilzt an", das die Strenge des ganzen Ausstellungsdesign fortsetzt. Doch dann doch eine Überraschung.Rosa, unförmige luftgefüllte Plastikskulpturen, gemeinsam mit einem Video von Ting-Jung Chen strömen eine Sehnsucht nach der vertrauten Plastikweltbaus. Das Video entführt uns in Himmelshöhen, aus einer Vogelperspektive umkreisen wir Städte verspielt nehmen wir Blumen, Kakteen, Leuchtkörper oder Hände wahr, ein Sinnesrausch, der sich irgendwann in unwegsamen Felsen-und Berglandschaften verliert. Verführerisch präsentieren sich dabei die stilistischen Möglichkeiten einer Computergestützten Kunst.

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