Sonntag, 29.03.2020 05:22 Uhr

"Auf zum Mars" im ORF

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 04.03.2020, 14:48 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3517x gelesen

Wien [ENA] Der ORF macht sich Gedanken, plant neue Programme und wurde fündig. Nach einigen Überlegungen kam dann die Idee für eine neue Doku der besonderen Art. Österreich ist das Thema und es geht irgendwie darum wie man ein "Heimatgefühl" vermitteln kann. Und das in einer Zeit, wo "Heimat" immer undurchschaubarer wird und man nicht genau weiß, wie man sie definieren soll in einer "offenen Gesellschaft".

Bei einer Pressekonferenz in Wien wurde die Doku, "Auf zum Mars - Settele übersiedelt Österreich" vorgestellt Die fiktive Annahme ist, der Bundespräsident bekommt von der UNO den Auftrag, Österreich fit für den Mars zu machen. Hanno Settele ist der Mann für die Marsmission. Auf einer Reise durch Österreich muss er herausfinden, was unbedingt auf den Mars mitgenommen werden muss. Schnitzel, Walzer, Mozart oder die Sozialpartnerschaft? Wie tickt Herr und Frau Österreicher, was ist ihnen wichtig oder was geht überhaupt nicht? Das alles sind Fragen, die er mit seinen Gesprächspartner*innen, darunter viele heimische Promis, erörtert. Das Publikum bekommt auf Setteles Tour durch das Land Zahlen, Daten und Fakten auf unterhaltsame Weise geliefert.

Ist das ein Versuch wiedereinmal die österreichische Seele zu definieren oder dem Unbehagen, das sich zunehmend breit macht, ein Ventil zu geben? Vielleicht ist es aber doch nur etwas zum Lachen. Falls in unserem kleinen Land etwas schief läuft, gibt es ja noch den Mars könnte der tiefere Sinn sein.Über das gute österreichische Wasser wird lange geredet, Stauseen ausgiebig gezeigt und Dompfarrer Toni Faber meint, "es wird ihm am Mars fehlen". Das Thema österreichische Fahne darf auch nicht fehlen, sie muss ja mitgenommen werden. Ob das alles funktioniert, dieses leichte, bis leichtsinnige Nebeneinander vom Ernst einer Dokumentation und der selbstgefälligen Lustigkeit einer Komödie, wird wohl das Fernsehpublikum entscheiden müssen.

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