Dienstag, 29.09.2020 16:43 Uhr

250 Jahre Friedrich Hölderlin

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 23.03.2020, 19:34 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 5290x gelesen

Wien [ENA] Hölderlin berührt! Das tut zwar Literatur immer, aber er berührt auf eine ganz besondere Weise. Seine Sprachmelodie verführt zu einer Reise in ein Land der Sehnsucht und der Suche nach Liebe, Schönheit, Freiheit und dem Zauber der Natur. Es ist Literatur für besondere Stunden und für Zeiten der Besinnung. In einer Anspannung der Gefühle, die das Göttliche im Leben ertasten möchten, lohnt es sich für ihn zu leben

Vertieft man sich in seinen einzigen Roman "Hyperion", zieht er uns in das Innerste seiner Gefühls-und Gedankenwelt, die sich in der Hymne einen Ausdruck schaffen und in wunderschönen Sprachbildern die Welt um ihn herum verklärt und erhöht. In dieser poetischen Distanz zum grauen Alltag des Lebens, liegt die Spannung seiner Sprache. Seine Philosophie und Lebensanschauung hat er in diese Sprache hineingegossen und seine Hoffnungen und Träume von einer göttlichen Welt. Hölderlin will das Wesen des Göttlichen in der Poesie verstehen und dabei beruft er sich auf die Ästhetik. Damit kehrt er sich von der Fichteschen Wissenschaftslehre ab. Denn für ihn ist "das Schönste auch das Heiligste" und "Religion ist Liebe der Schönheit."

Liebe ist sein großes Thema. Denn wie er im "Hyperion" schreibt, "Was ist alles was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen einen Augenblick der Liebe." Die Natur ist ihm eine unaufhörliche Quelle der Inspiration und Freude und trotzdem erkennt er, dass der Mensch nicht mehr Teil von ihr ist. "Warum sind wir ausgenommen vom schönen Kreislauf der Natur" fragt er. Hölderlin lebte in einer Blütezeit der deutschen Literatur. Während seines Studiums an der Tübinger Universität schloss er mit Hegel und Schelling Freundschaft. 1794 besuchte er die Universität Jena und lernte Goethe und Schiller kennen. Als Sohn eines Klosterhofmeisters und einer Pfarrerstochter, wählte er nichtsdestotrotz die Literatur um den Genius zu ehren.

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